Konzeptionell leitet sich diese Arbeit konsequent aus der ihr zugrunde-liegenden Architektur ab – der theoretischen Konzeption und den visuellen Grundmustern der Galerie der Gegenwart. Das von O. M. Ungers 1995 erbaute Gebäude führt dies par excellence vor: Ein durch das Quadrat geprägtes Raster durchzieht die Architektur bis in ihren Innenraum. Das durchgängige geometrische Ordnungsraster lässt es monumental und distanziert erscheinen.
Die Grundidee der Projektion war daher, Strenge und Statik des Gebäudes durch spezielle visuelle Techniken aufzulösen und zu durchbrechen. Die dadurch entstehende Durchlässigkeit der Fassade legt die Sicht auf neu interpretierte konzeptionelle und geometrische Ansätze frei, welche in Graphik und Bewegung nach außen getragen werden. Es entsteht eine Situation der Selbstreflektion, in der Beschaffenheit und Raumgefühl dieses Ortes anhand des Gebäudes selbst in Prozess und Ästhetik beschrieben werden.
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